Projekt „LEDER 2010“ (Teil 1)

Jetzt ist es so weit!

Ich habe die Sch…ze voll!!!
Ich kann es nicht mehr sehen!
Ich will was Neues!
Ich …

Was? Na das!

Projekt - Leder 2010

Projekt - Leder 2010

Und das sieht doch wirklich nicht gut aus?!?! Oder?

Nun gut, die Sitze sind nun immer noch die Aller-Ersten, die in meiner Lady „Platz nehmen“ konnten. Ich jedoch möchte da jetzt nicht mehr rein.

Was allerdings auch ein gutes Stück meine Schuld ist.

Habe ich sie doch so „verkommen“ lassen. Dabei war das eigentlich kein schleichender Prozess. Von den nun, über 20 Jahren, wo sie in meiner Hand ist, waren die Sitze ca. 15 Jahre in einem tadellosem Zustand. Der Übergang von „gut anzuschauen“ bis „verhunzt“ hat vielleicht gerade einmal 1-2 Jahre gedauert. Und genau in dieser Zeit hätte ich etwas tun können.

Leder-Pflegemittel heißt das Zauberwort. Denn Leder ist nun einmal ein organischer Stoff, der auch nach dem „abreißen“ von der Kuh weiter lebt. Es hält über Jahre, will aber gepflegt werden. – Und genau das habe ich verpasst.

Das Resultat können wir hier sehen.

Projekt - Leder 2010 - Fahrersitz

Projekt - Leder 2010 - Fahrersitz

 

Da helfen dann auch keine „Sicht-Schutz-Maßnahmen“ wie:

Projekt - Leder 2010 - Fellauflage

Projekt - Leder 2010 - Fellauflage

Das sieht dann nur noch peinlich aus.

Daher habe ich mich nun dazu entschlossen, endlich „aufzuräumen“.
Zunächst habe ich mich im Forum umgeschaut. Dort einen Polen gefunden, der mit einem absoluten Dumping-Preis seine Arbeiten anbietet.
Ich habe mir dann einem seine Arbeiten in Natura angeschaut. Hab es förmlich „ersessen“. Der Sitzkomfort war zufriedenstellend. Und mit ca. 850 € für den kompletten Innenraum auch überhaupt nicht beklagenswert. Jedoch hat er am Leder gespart. Eine kleine Ecke, die ich rausgeknibbelt habe, offenbarte gleich meine Befürchtungen. Das Leder war nicht „durchgefärbt“. Was sich dann in einiger Zeit mit Flecken und Verfärbungen rächen wird. Ansonsten war die Arbeit sehr zufriedenstellend. Die Nähte gerade, die Aufpolsterung komfortabel. Jedoch sah der Sitz aus, wie vom Zubehör. Es fehlten die Original-Typischen quer liegenden Backen.

Projekt - Leder 2010 - Beifahrersitz

Projekt - Leder 2010 - Beifahrersitz

Diese helfen, die Sitzfläche, durch die Unterbrechungen, besser zu belüften. Das Gesäß berührt nicht mehr die gesamte Fläche. Es entstehen durchlüftete Bereiche. Auch der Rücken liegt nicht auf der gesamten Fläche auf. Gerade im Sommer wird es der Insasse zu schätzen wissen.

Natürlich machen gerade diese vielen Nähte und Einzelpolsterungen einen Großteil der Arbeit für einen Sattler aus. Was sich auch im Preis wiederspiegelt.

Meine Entscheidung fiel nun, nach reiflicher Überlegung, auf einen heimischen Sattler.
Das hat nun gleich mehrere Gründe:

  • Natürlich möchte auch ich als Unternehmer die heimische Wirtschaft unterstützen.
  • Ich habe, bei Reklamationen, einen Ansprechpartner gleich Vorort.
  • Bei zufriedenstellender Arbeit habe ich vor ihm weitere Projekte anzuvertrauen.

Durch einen Freund bin ich auf ihn gestoßen. Das erste Vorgespräch mit Vorführung meiner Lady machte einen seriösen Eindruck.
Es wurden einige Musterbücher gewälzt. Jedoch erwies es sich als besonders schwierig, den genauen Farbton aufzufinden. Ich musste mich dann für ein Alternativ-Ton entscheiden, der dem Original relativ nahe kommt.

Wie es dann im fertigen Zustand aussieht weiß ich jedoch noch nicht.
Die Original-Farbe scheint jedoch auch wirklich eine Seltenheit zu sein. Auf allen SUPRA-Treffs, denen ich beiwohnte, habe ich solch eine Farbkombination noch nicht entdecken können.

Projekt - Leder 2010 - Gesamtansicht

Projekt - Leder 2010 - Gesamtansicht

Gleich wenn das Braun etwas gewöhnungsbedürftig ist, so gefällt mir gerade die Sitzfarbe besonders gut. Daher möchte ich auch darauf nicht verzichten.

Nachdem beim Hersteller nachgefragt wurde, ob denn genügend Leder der ausgewählten Farbe vorrätig sei, war ein Termin zum Einbau schnell gefunden.

Leider musste ich den ersten Termin platzen lassen. Termine haben mich im Westerwald gebunden. Aber schon eine halbe Woche später stand ich auf dem Platz und konnte meine Lady in die Obhut des Sattlers geben.

Bereits da kam schon der erste Wehrmutstropfen. Denn wurde im Vorgespräch ein Festpreis ausgemacht, der die „Nebenarbeiten“ wie Schaltsack, Handbremshebel-Verkleidung und Mittelkonsolendeckel enthielten. So konnte sich der Eigentümer nun plötzlich an diese Worte nicht mehr erinnern. (Wurden ja auch nicht schriftlich fixiert!)

Nicht das mich das nun ruinieren würde. Jedoch kratzt das (in meinen Augen) gefährlich an der Vertrauens-Fassade, die ein Erstauftrag immer aufbauen muss.

Und da ich ein eher 210 %iger Mensch bin (zumindest in Geschäftsbeziehungen). Sehe ich dieses bereits als Manko an und werde den Rest der Transaktion umso argwöhnischer betrachten.

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Lies weiter:
Projekt „LEDER 2010“ (Teil 2)(comming soon)
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Kommt noch...
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2 Responses to Projekt „LEDER 2010“ (Teil 1)

  1. Gast says:

    Roland, da hast Du recht… das sieht wirklich nicht schön aus. Aber, ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil. Kommt der nicht mehr? Oder sehen die neuen Sitze jetzt noch schrecklicher aus?

    Was is nu? Kommt da noch was?

  2. admin says:

    Hi Gast,,,

    NEIN! Die Sitze sehen SUPER aus. Ich habe nichts zu mäkeln. Jedoch bin ich einfach noch nicht dazu gekommen einen Bericht hier zu schreiben. (Asche auf mein Haupt!)
    Aber; Ich werde es selbstverständlich nachholen. Natürlich mit ausreichendem Bildmaterial. Das verspreche ich!

    Gruß Roland

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