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💡 Weisheit des Tages ... vom: 15.06.2026 - ▼ (hier Klicken zum Öffnen) ▼
Heute von: Horaz (65 – 8 v.Chr)
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„Doch lächelnd die Wahrheit sagen, was hindert daran.“
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📜 Kurzbiografie ▼ (hier Klicken zum Öffnen) ▼
Horaz, eigentlich Quintus Horatius Flaccus, ist neben Vergil, Properz, Tibull und Ovid einer der bedeutendsten römischen Dichter der „Augusteischen Zeit“. Seine philosophischen Ansichten und dicta gehörten bis in die Neuzeit zu den bekanntesten des Altertums und erfuhren eine reiche Rezeption in Humanismus und Klassizismus.
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Linux-PC automatisch abschalten & starten

.: Linux-PC automatisch abschalten & starten :.

Was ist das Ziel? Wenn Dein Computer oder Server zu bestimmten Zeiten nicht genutzt wird, kann er automatisch heruntergefahren und später wieder eingeschaltet werden – ohne, dass Du manuell eingreifen musst. Dies spart Energie, schont die Hardware und bietet Komfort. Hier erfährst Du Schritt für Schritt, wie Du dies mit dem Linux-Tool „rtcwake“ und CronJobs einrichtest.

Grundlagen: Was macht „rtcwake“ eigentlich?

Das Tool „rtcwake“ ist ein Standardwerkzeug, das auf den meisten Linux-Systemen vorinstalliert ist. Es arbeitet mit der Echtzeituhr (RTC – Real Time Clock) Deiner Hardware. Diese Uhr funktioniert unabhängig vom Betriebssystem und ist sogar dann aktiv, wenn Dein Computer ausgeschaltet ist. „rtcwake“ verwendet die RTC, um:
1. Deinen Computer in den Schlafmodus oder komplett auszuschalten.
2. Eine automatische Einschaltzeit festzulegen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Energie sparen: Der Rechner verbraucht keinen Strom, wenn er nicht gebraucht wird.
- Komfort: Du musst Dich nicht selbst darum kümmern, den Rechner hochzufahren.
- Hardware schonen: Weniger Betriebszeit bedeutet längere Lebensdauer.

Wie funktioniert „rtcwake“?

1. Die grundlegende Syntax von „rtcwake“ Ein einfacher „rtcwake“-Befehl sieht so aus:

sudo rtcwake -m off -s 180

Hier ist, was dabei passiert:

- `sudo`: Da `rtcwake` Administratorrechte benötigt, musst Du den Befehl mit `sudo` ausführen.
- `-m off`: Der Rechner wird vollständig heruntergefahren (andere Modi wie „Standby“ oder „Ruhezustand“ sind auch möglich, dazu später mehr).
- `-s 180`: Der Rechner wird nach 180 Sekunden (3 Minuten) automatisch wieder eingeschaltet.

Das ist ideal, um zu testen, ob Deine Hardware „rtcwake“ unterstützt.

2. Die Modi von „rtcwake“ Der Schalter `-m` legt fest, was mit dem Rechner passieren soll:
- `off`: Der Rechner wird vollständig ausgeschaltet.
- `standby`: Leichter Schlafmodus, schnelleres Aufwachen.
- `mem`: Suspend-to-RAM, Daten bleiben im Arbeitsspeicher.
- `disk`: Suspend-to-Disk, Daten werden auf die Festplatte geschrieben (ähnlich wie Ruhezustand bei Windows).
- `no`: Der Rechner bleibt an, aber ein Aufwachzeitpunkt wird festgelegt.

Für die meisten Fälle reicht der Modus `off`, da er den Rechner vollständig ausschaltet.

3. Zeitangabe mit Sekunden (`-s`) Mit dem Parameter `-s` gibst Du die Zeit in Sekunden an, nach der der Rechner wieder starten soll. Beispiel:

sudo rtcwake -m off -s 3600\

Dieser Befehl schaltet den Rechner aus und startet ihn nach 3600 Sekunden (1 Stunde) neu.

Wenn Du längere Zeiten planen willst, kannst Du die Sekunden leicht berechnen:
- 6 Stunden: 6 × 3600 = 21600 Sekunden
- 8 Stunden: 8 × 3600 = 28800 Sekunden

4. Exakte Zeitangabe mit `-t` Statt die Zeit in Sekunden anzugeben, kannst Du auch eine genaue Uhrzeit verwenden. Beispiel:

sudo rtcwake -m off -t $(date +%s -d 'tomorrow 08:00')

Hier wird Folgendes gemacht:

- `date +%s -d 'tomorrow 08:00'`: Wandelt den Zeitpunkt (morgen um 8:00 Uhr) in Sekunden seit dem 1. Januar 1970 um.
- Der Rechner wird heruntergefahren und startet genau zu diesem Zeitpunkt.

Hinweis: Verwende `today`, wenn der Rechner noch vor Mitternacht eingeschaltet werden soll, und `tomorrow`, wenn er am nächsten Tag starten soll.

Automatisierung mit CronJobs

Ein CronJob ist eine wiederkehrende Aufgabe, die Du zeitlich planen kannst. Damit kannst Du den „rtcwake“-Befehl automatisch ausführen lassen.

1. Crontab für Root bearbeiten `rtcwake` benötigt Administratorrechte, daher muss der Befehl in der Crontab des Root-Benutzers eingetragen werden:

sudo crontab -e -u root

2. Beispiel für einen CronJob Angenommen, Du möchtest den Rechner jede Nacht um 1:00 Uhr herunterfahren und nach 8 Stunden (28800 Sekunden) wieder starten:

0 1 * * * /usr/sbin/rtcwake -m off -s 28800

Hier ist die Erklärung:

- `0 1 * * *`: Führt den Befehl jeden Tag um 1:00 Uhr aus.
- `/usr/sbin/rtcwake`: Der vollständige Pfad zu „rtcwake“. Stelle sicher, dass dieser korrekt ist, indem Du `which rtcwake` ausführst.

Was tun, wenn `rtcwake` nicht funktioniert?

Manchmal unterstützt die Hardware die Funktion von „rtcwake“ nicht vollständig. In solchen Fällen gibt es Alternativen:
1. Zeitschaltuhren: Mechanische oder digitale Zeitschaltuhren können den Strom steuern und den Rechner ein- und ausschalten.
2. Smarte Steckdosen: Geräte wie die Fritz DECT 200 können über eine App oder die FritzBox programmiert werden.

Beachte dabei, dass der Shutdown-Befehl (z. B. `shutdown now`) ein paar Minuten vor dem Ausschalten der Stromversorgung geplant werden muss, um Datenverluste zu vermeiden.

Zusammenfassung Mit „rtcwake“ und CronJobs kannst Du Deinen Linux-Rechner energiesparend und komfortabel steuern. So gehst Du vor:
1. Teste zunächst, ob Deine Hardware „rtcwake“ unterstützt.
2. Plane Zeiten in Sekunden (`-s`) oder verwende feste Uhrzeiten (`-t`).
3. Automatisiere die Steuerung mit CronJobs, um manuelles Eingreifen zu vermeiden.
4. Falls es Probleme gibt, greife auf Alternativen wie Zeitschaltsteckdosen zurück.


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